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Klassische Homöopathie
Cranio Sacrale Therapie


Sie interessieren sich für klassische Homöopathie bzw. spielen mit dem Gedanken sich eventuell einmal homöopathisch behandeln zu lassen?

Dieses Information ist für alle diejenigen gedacht, die noch keinen oder kaum Kontakt mit der klassischen Homöopathie hatten. Sachverhalte, nach denen häufig gefragt wird, werden hier in groben Zügen erläutert.

Was bedeutet "klassische" Homöopathie?

Es gibt viele Medikamente, die als "homöpathisch" bezeichnet werden und in der Apotheke erhältlich sind. Das sind Mittel, die gezielt bei Husten oder  anderen Beschwerden eingesetzt werden.

Wenn man jedoch von "klassischer" Homöopathie spricht heißt das immer Folgendes:

Der Behandler führt ein Gespräch von bis zu 2 Stunden mit dem Patienten (Erstanamnese).
Er schreibt dieses Gespräch fast wörtlich mit.
Nach dem Gespräch wird der Inhalt vom Homöopathen ausgearbeitet und das passende Mittel ausgewählt. Auch das braucht nochmals etwa 2 Stunden.
Der Patient erhält dieses Mittel, um davon lediglich eine Gabe; z.B. 3 Kügelchen in C30, dann in C200, einzunehmen.
Dann wird abgewartet.
Nach etwa 4-6 Wochen erfolgt ein Nachgespräch, in dem beurteilt wird, was sich verändert hat und ob das Mittel gut gewirkt hat. Das dauert etwa 30 Minuten.
In diesem Nachgespräch wird auch die weitere Vorgehensweise besprochen.

Kosten
Die Kosten für eine homöopathische Behandlung schwanken je nach Behandler.
In meiner Praxis entstehen Ihnen folgende Kosten:
Erstanamnese: 120 Euro
Nachgespräch:  40 Euro
Folgesitzungen: 30 Euro je halbe Stunde

Wie läuft eine Erstanamnese ab?
Sie schildern möglichst ausführlich die Beschwerden, die Sie zum Homöopathen geführt haben; z.B. Kopfschmerzen. Die Aussage "Kopfschmerzen" ist nicht ausreichend. Der Behandler möchte wissen:

Wann tritt der Schmerz auf?
Wie ist der Schmerz? drückend, klopfend etc., austrahlend....
Seit wann haben Sie das?
Was bessert oder verschlechtert den Schmerz?

u.v.m.

Weiterhin ist wichtig, was zu dem Zeitpunkt, an dem die Kopfschmerzen begannen, in ihrem Umfeld passiert ist:

Möglicherweise haben Sie sich von Ihrem Partner getrennt, sind umgezogen, jemand, der Ihnen nahe steht, ist gestorben, Sie haben die Arbeit gewechselt, Sie haben sich einfach furchtbar über jemanden geärgert oder sich schlicht verkühlt.

Das gleiche Prinzip gilt auch für Ängste oder sonstige Erkrankungen.

Wenn sie alles erzählt haben, was Ihnen dazu einfällt, werden weitere Fragen nach Vorlieben und Abneigungen hinsichtlich Lebensmitteln, Tieren u.a., nach ihren Ängsten, Träumen, ihrer Kindheit, Schlafgewohnheiten, früheren Beschwerden usw. gestellt.

Was ist mit Säuglingen und Kleinkindern?

Auch bei kleinen Kindern zeigen sich schon individuelle Verhaltensweisen. Darüber hinaus sind die Schwangerschaft und die Erlebnisse der Mutter während der Schwangerschaft mittelweisend.

Was bedeutet "richtiges Mittel"?

In der Schulmedizin (= Allopathie) ist es so, dass man, zumindest in der Regel, für jede einzelne Beschwerde ein einzelnes Medikament erhält; eins für den Hautausschlag, eins für den Bluthochdruck, eins für die Gedächtnisstörung.

In der klassischen Homöopathie ist es so, dass "das eine Mittel" gesucht wird, das sowohl auf den Hautausschlag, den Bluthochdruck als auch die Gedächtnisstörung wirkt.

Warum schreibt der Homöopath alles mit?

Wie eben erklärt wird dieses "eine" Mittel gesucht. Zur Mittelfindung dient nicht nur die Schilderung Ihrer körperlichen Beschwerden, sondern mehr noch Ihre Verhaltensweisen, Ansichten, Empfindungen und Ihre Ausdrucksweise, denn jeder Mensch hat ebenso wie das für ihn passende Mittel seine ganz individuellen Züge.

Ein Beispiel.
In einem Gespräch fällt des öfteren das Wort "Fleiß". Zusätzlich mag der Patient gerne Honig und die Schmerzen, die er beschreibt sind stechend.
Es gibt ein Tier, das ist fleißig, macht Honig und sticht: die Honigbiene.

Diese Honigbiene gibt es als homöopathisches Mittel.
Es heißt Apis mellifica.

Noch ein Beispiel:
Ein Patient ist sehr geschäftig, immer in Aktion und ist gerne und oft in Gruppen zusammen bzw. hat eine riesige Familie. Die Schmerzen sind brennend. Alle diese Merkmale finden sich auch bei der Ameise.

Der Fachausdruck lautet: Formica rufa.

Das ist in etwa das Prinzip; Ihre individuellen Eigenheiten werden mit den Eigenheiten der bekannten homöopathischen Mittel verglichen.

Wenn sich das Mittelbild immer so schön deutlich zeigen würde wie in den kleinen Beispielen, wäre alles ganz einfach.
Leider gibt es etwa 4000 (bisher bekannte) verschiedene Mittel und unter diesen Mitteln gibt es noch andere, die fleißig oder geschäftig sind, stechenden oder brennenden Schmerz haben und gerne unter Menschen sind....

Viele Mittel sind sich sehr ähnlich. Die Aufgabe des Homöopathen ist es daher das ganz Besondere an Ihnen zu suchen, das so eindeutig wie möglich auf das richtige Mittel weist.

Ich vergleiche das immer wieder gerne mit einem Puzzle.

Sie geben dem Homöopathen während des Gesprächs im übertragenen Sinn immer wieder einzelne Puzzlestückchen. Der Homöopath versucht dann, sie den bekannten Mitteln zuzuordnen.

Nicht nur das individuelle Verhalten gibt Hinweise, sondern auch die Art der Ausdrucksweise.

Man kann z.B. auf viele Arten sagen, dass man sich wohl fühlt:
der eine fühlt sich pudelwohl
der andere wie ein Fisch im Wasser
der nächste als hätte er am Honigtopf genascht

Jeder bevorzugt unbewusst irgendwelche Worte. Eins alleine reicht als Hinweis nicht aus, aber wenn in der Anamese bestimmte Themen immer wieder auftauchen, sind das wichtige Hinweise.

Das bedeutet, der Homöopath muss soviel als möglich mitschreiben, damit er/sie nichts Wichtiges übersieht.

Hat das Mittel gewirkt?

Diese Beurteilung sollten Sie unbedingt mit dem Behandler/in gemeinsam durchführen.

Zum Einen ist nicht alles schlecht, was beim ersten Hinsehen schlecht zu sein scheint und zum Anderen vergisst man sehr schnell, dass man Schmerzen hatte, wenn sie nicht mehr da sind..., weil man sich immer auf die Beschwerden konzentriert, die man noch hat.

Daher kann es vorkommen, dass Sie auf die Frage, ob es Ihnen besser geht sagen: "Nein, überhaupt nicht!" Und wenn gefragt wird: "Was machen denn Ihre Kopfschmerzen?" kann es zu folgender Reaktion kommen: "Welche Kopfschmerzen?, Ach die. Ja, wenn Sie so fragen; die sind gar nicht mehr da."

Abgesehen davon ist eine homöopathische Heilung immer ein Prozess.
Diesen Prozess hat ein mir unbekannter Homöopath sehr anschaulich beschrieben und ich habe mir dieses Beispiel ausgeliehen und das Original gekürzt. Es heißt:

Die homöopathische Ritterburg

Jeder kennt eine Ritterburg. Es ist ein Gebäude, das außen von einer hohen Mauer umgeben ist, vor der sich auch noch ein Wassergraben befindet.
Im Inneren finden sich der König und seine Untertanen.
Im übertragenen Sinne sind Wassergraben und Mauer unsere Haut, die inneren Gebäude sind unsere Organe, der König ist unser Gehirn und die Untertanen sind unsere körpereigene Abwehr.

Nun wird diese Burg angegriffen, weil jemand den König stürzen will.
Der Feind (Bakterien, Pilze oder Viren) scheitert, wenn wir gesund sind, sogleich am Wassergraben – also unserer Haut. Aber man sieht, dass gekämpft wird. Unsere Haut ist z.B. rot, schmerzt und juckt (eine Entzündung). Wenn der Kampf vorbei ist, ist wieder alles gut.

Wenn der Feind aber unseren Wassergraben überwindet, weil jemand die Zugbrücke runtergelassen hat (z.B. eine kleine Schnittwunde), gelangt er ins Innere der Burg. Nun wird hier gekämpft. Der Kampf äußert sich z.B. in einem kräftigen Husten. Während wir husten, haben wir aber nicht unbedingt Hautprobleme, denn da wird ja nicht mehr gekämpft. Der Feind ist ja schon tiefer eingedrungen und unsere gesamte Abwehr versucht ihn dort zu stoppen. Wenn das aber nicht gelingt, überwältigt der Feind die Untertanen im Inneren und nimmt auch noch den König gefangen.

Der König ist unser Hirn. Er kann keine Befehle mehr erteilen, weil er vor Schreck nicht mehr klar denken kann und die verbliebenen Untertanen sind hilf- und ratlos, da ihnen Führung fehlt. Das heißt auch im Inneren wird es ruhig – der Husten hört auf, aber das Hirn ist angeschlagen.

Die Schlacht scheint verloren.

Nun kommt die Homöopathie ins Spiel:

Die "Kügelchen" enthalten, wenn man so will, einen Schlachtplan, der dem König sagt, welche Befehle er seinen Leuten geben soll, solange er nicht selbständig denken kann.

Die sind nun in der Lage, den König wieder zu befreien. Der Geist wird wieder klar, aber der Krach im Inneren geht wieder los (wir husten wieder). Dann drängen die Untertanen den Feind wieder an den Wassergraben zurück. Innen wird’s wieder ruhig, aber am Wassergraben herrscht wieder großes Spektakel (die Haut muckt wieder). Bis zum guten Schluss der Feind geschlagen abzieht und auch am Wassergraben Ruhe herrscht. Die Welt ist wieder in Ordnung.

Leider läuft die Realität oft anders ab.

Da zeigt sich Krawall am Wassergraben und statt unsere Untertanen zu unterstützen, die sowohl am Wassergraben kämpfen als auch im Inneren für Nachschub an Waffen und Verpflegung sorgen, nehmen wir ein Medikament, dass die Schmerzen nimmt oder den Juckreiz verschwinden lässt.
Auf gut deutsch: Wir schläfern die Jungs an der Mauer ein. Nun denken die Leute drinnen. Kein Bedarf mehr an Nachschub? Dann ist der Feind wohl geschlagen. Aber weit gefehlt. Der Feind nutzt diese Fehleinschätzung und drängt nach innen bis er – im schlechtesten Fall - den König unterworfen hat.

Wie man an diesem schönen Beispiel sieht, werden wir also von außen nach innen krank. Und wenn wir gesund werden wollen, geht die Geschichte rückwärts.
Das Beispiel erklärt auch, warum bei einer homöopathischen Behandlung häufig (aber nicht immer) alte Beschwerden wieder auftauchen.

Zur Beruhigung: Sie sind üblicherweise nicht so stark und lange anhaltend wie sie es früher waren und somit leichter zu ertragen.
Anhand dieser alten Beschwerden und anderen körperlichen, emotionellen und geistigen Erscheinungen kann der Homöopath also beurteilen, ob ein Mittel gut wirkt oder nicht.

Das alles im Einzelnen zu erklären führt zu weit und sprengt schlicht den Rahmen einer Grundinformation. Nicht umsonst benötigt der Homöopath eine mehrjährige Ausbildung und Erfahrung.

Nur noch ein Wort zu dem, was wir beim ersten Hinsehen als "schlecht" bezeichnen. Unser Körper hat so seine Methoden unerwünschte Eindringlinge loszuwerden. Das sind Fieber, Erbrechen, Durchfall, Schweißausbrüche oder starker Speichelfluss. Er versucht hier immer etwas hinaus zu befördern. Das heißt; das "Schlechte" ist gar nicht so schlecht. Und wenn unser Körper alles losgeworden ist, was ihn stört, geht auch das im Normalfall wieder vorbei.

Andauernde derartige Verschlechterungen müssen aber immer vom Arzt abgeklärt werden, denn es besteht immer die Möglichkeit, dass sich während der Behandlung ein akuter Infekt o.ä. einschleicht!

Wovon hängt die weitere Vorgehensweise ab?

Ich denke, die Geschichte der Ritterburg zeigt anschaulich, dass wir nicht erwarten können mittels Kügelchen (Globuli) schlagartig gesund zu werden. Hier wird ein Prozess in Gang gesetzt wird, der seine Zeit braucht. Er geht mal langsamer und mal schneller.

Im Nachgespräch zeigt sich, ob der Prozess, den Feind nach außen zu drängen, noch läuft oder ob die "Untertanen" wieder etwas ins Innere zurückweichen mussten und nochmal "Informationen" brauchen. Das heißt im Nachgespräch entscheidet der Homöopath, ob die weitere Entwicklung abgewartet wird, ob das Mittel wiederholt werden muss oder ob das Mittel überhaupt nicht gewirkt hat.

Wenn es nicht gewirkt hat, bleibt es Ihnen überlassen, Ihrem Homöopathen einen zweiten homöopathischen Versuch zu gewähren, eine andere Therapieform zu wählen oder einen anderen Homöopathen auszuprobieren.

Ich hoffe jedoch, dass Sie nicht so schnell aufgeben. Es gibt immer wieder Fehlversuche, bevor man das richtige Mittel findet, aber auf der anderen Seite gibt es sehr schöne Erfolge, wenn man das richtige Mittel endlich gefunden hat. Auch die Fehlversuche können hilfreich sein, weil sich aufgrund dessen Symptome oder Befindlichkeits-veränderungen zeigen oder verstärken können, über die bis dahin noch nicht gesprochen wurde oder deren Wichtigkeit nicht genügend gewertet wurde.

Wo hilft Homöopathie?

Ich werde häufig gefragt, was Homöopathie alles heilen kann. Meine Antwort ist immer: "Fast alles!" Wobei natürlich klar ist, dass z.B. eine Gallenblase, die bereits entfernt wurde nicht mehr nachwächst oder Nervenzellen, die zerstört wurden, zerstört bleiben, da sie sich aufgrund ihres anatomischen Aufbaus einfach nicht mehr teilen können.

Aber ansonsten denke ich, dass Linderungen oder sogar Heilungen immer möglich sind, wenn die Krankheit nicht schon soweit fortgeschritten ist, dass der Prozess, den man benötigt, um gesund zu werden, die zeitliche Lebensdauer überschreitet oder der Körper schon so schwach ist, dass die eigene Abwehr nicht mehr fähig ist zu kämpfen.

Ein Schwachpunkt ist der Homöopath selbst. Ich denke, dass die Homöopathie sehr vieles heilen oder lindern kann.

Aber die Frage ist, ob der Homöopath in der Lage ist, die Hinweise richtig zu deuten; d.h. die Puzzleteile dem richtigen Bild zuzuordnen. Wie das beschriebene Beispiel hoffentlich gezeigt hat, ist das nicht immer ganz einfach, aber einen Versuch ist es immer wert!

Abgesehen vom Thema "klassische Homöopathie" taucht eine andere Frage immer wieder auf:

Ist Heilpraktiker und Homöopath eigentlich das Gleiche?

Nein. Bevor ich meine Ausbildung gemacht habe, waren diese Bezeichnungen auch für mich verwirrend.

Es ist so:

Der Titel Heilpraktiker bedeutet, dass die betreffende Person eine Prüfung beim Gesundheitsamt vor dem Amtsarzt abgelegt hat, die schulmedizinisches Wissen voraussetzt. Naturheilkundliches Fachwissen ist hier nicht gefragt. Der Heilpraktiker muss in der Lage sein lebensbedrohliche Erkrankungen und Notfälle zu erkennen, um den Patienten bei Bedarf zu einem Facharzt oder ins Krankenhaus schicken zu können. Naturheilkundlich behandelt wird erst dann, wenn keine akute Gefahr besteht!

Heilpraktiker zu sein besagt, dass man naturheilkundlich arbeiten darf, aber sagt nichts darüber aus auf welche Art man das tut.
Es gibt eine Vielzahl von Therapie- und Diagnosemöglichkeiten. Um nur einige zu nennen:

Akupunktur, Augendiagnose, Bachblüten, Cranio-Sacrale Therapie, Homöopathie, Hypnose, Kinesio-logie oder naturheilkundliche Komplexmittel

Wie der einzelne Heilpraktiker arbeitet, ist u.a. auf dem Praxisschild zu finden.